Manifattura Tabacchi

Strategische Stadterneuerung – Städte transformieren, Zukunft gestalten

©ZOA3D
Standort Verona (VR), Italy
Auftraggeber Supernova Management, VR.RE.Srl
Architekt Snøhetta
Leistungen Tragwerksplanung / Geotechnische Planung / Bauüberwachung und bautechnische Beratung

Die neue Manifattura Tabacchi wird zu einem nachhaltigen und vernetzten Viertel, das Mischnutzung, öffentliche Räume und historisches Erbe miteinander vereint.

Die Neugestaltung der ehemaligen Manifattura Tabacchi in Verona, deren Realisierung 2026 begann, befindet sich an einer strategischen Schnittstelle zwischen der historischen Altstadt und dem Messegelände Veronafiere. Auf dem Areal entsteht ein neues, gemischt genutztes Stadtquartier, das bestehende Strukturen mit zeitgemäßer Architektur und öffentlichen Räumen verbindet.

Im Süden schaffen eine neue Fußgängerbrücke und ein öffentlicher Platz eine direkte Verbindung zur Veronafiere. Im Norden stellt ein linearer Park die Anbindung an den Bahnhof Verona Porta Nuova und das Stadtzentrum her. Damit wird das Quartier zu einem wichtigen Bindeglied innerhalb des städtischen Gefüges.

Auf dem rund 37.000 m² großen Areal entstehen Handels- und Dienstleistungsflächen, Restaurants und Gastronomiebereiche, Geschäfte, Büroflächen, Budget- und Lifestyle-Hotels, Grünanlagen sowie Tiefgaragen. Das Projekt verbindet die Sanierung bestehender Gebäude mit neuen Baukörpern, Innenhöfen, öffentlichen Plätzen und begrünten Dachflächen.

Die Fassade des historischen Hauptgebäudes wird durch eine schachbrettartig gestaltete zweite Gebäudehülle neu interpretiert und greift damit die Architektursprache der ursprünglichen Anlage aus den 1930er-Jahren auf, die später in den 1960er-Jahren erweitert wurde. Historische Elemente wie der ehemalige Industrieschornstein sowie eine freigelegte Befestigungsanlage aus dem 19. Jahrhundert bleiben als Zeugnisse der Geschichte des Ortes erhalten.

Der architektonische Entwurf stammt vom internationalen Architekturbüro Snøhetta und legt besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. Die Gebäude werden nach höchsten energetischen Standards entwickelt und integrieren Technologien auf Basis erneuerbarer Energien. Für den Neubau an der Viale del Lavoro kommen zudem Holztragwerke aus Brettsperrholz (XLAM) und Brettschichtholz zum Einsatz, wodurch die ökologische Qualität des Projekts zusätzlich gestärkt wird.

Ein weiterer Schwerpunkt des Masterplans liegt auf der Förderung nachhaltiger Mobilität. Fuß- und Radwege durchziehen das gesamte Quartier und verbinden die neuen öffentlichen Plätze, darunter die Piazza della Ciminiera, mit der Fußgängerbrücke sowie der zukünftigen Haltestelle der neuen Trolleybuslinie an der Viale del Lavoro.

Zum Projekt gehören außerdem umfangreiche öffentliche Maßnahmen, darunter die Neugestaltung der Flächen vor der Veronafiere. Durch die unmittelbare Nähe zum Bahnhof Verona Porta Nuova, der künftig zusätzlich von der Hochgeschwindigkeitsverbindung Brenner–Verona profitieren wird, erhält das neue Quartier eine hervorragende Anbindung und wird zu einem wichtigen urbanen Entwicklungsschwerpunkt der Stadt Verona.