Im Jahr 2024 entwickelte HB das Projekt zur strukturellen Sanierung der Brücke über das Riggertal an Kilometer 0+103 der SS49bis in Natz-Schabs. Das Bauwerk aus den 1970er-Jahren, bestehend aus Stahlbeton und Spannbeton, wies einen fortgeschrittenen Schadenszustand auf, der die Autonome Provinz Bozen dazu veranlasste, die Brücke für den Verkehr zu sperren und umfassende Sanierungs- und Verstärkungsmaßnahmen einzuleiten.
Die Planung erfolgte auf Grundlage einer umfassenden Bestands- und Zustandsanalyse sowie auf einer eingehenden Bauwerksdiagnostik. Auf dieser Grundlage konnten die maßgebenden Defizite des Tragwerks identifiziert und die wirksamsten Maßnahmen zur Wiederherstellung der Standsicherheit, Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit des Tragwerks festgelegt werden.
Das innovativste Element der Maßnahme war die Einführung eines externen, Vorspannsystems ohne Verbund, das entwickelt wurde, um den ursprünglichen Druckspannungszustand der Kragarme wiederherzustellen und die Funktionsfähigkeit der Gerbergelenke sicherzustellen. Ergänzt wurden die Verstärkungsmaßnahmen durch die Instandsetzung geschädigter Betonbereiche und Bewehrungen unter Einsatz hochleistungsfähiger faserverstärkter Materialien, die eine höhere Festigkeit und eine langfristig verbesserte Dauerhaftigkeit gewährleisten.
Das Ergebnis ist eine erneuerte und sichere Infrastruktur, die den heutigen Anforderungen an Nutzung und Dauerhaftigkeit entspricht und ihre Lebensdauer deutlich verlängert. Das Projekt zeigt, wie innovative und nachhaltige Ingenieurlösungen bestehende Infrastrukturen erhalten und aufwerten können, ohne dabei das ursprüngliche Tragwerkskonzept zu beeinträchtigen.