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Im Gespräch mit Oswald Holzner

„Das Konstruktionswesen ist in vielerlei Hinsicht die Kunst, Raum durch Zahlen zu definieren. Hinter jedem Bauwerk verbirgt sich eine stille Sprache aus Berechnungen, Zusammenhängen und Kräften, die man zwar nicht sehen, aber verstehen kann. Zahlen ermöglichen es uns, das Unsichtbare sichtbar zu machen und Materie durch Raum und Zeit zu führen.

Für mich ist Berechnung nicht nur ein technisches Instrument, sondern auch eine Ausdrucksform. Sie ist ein Kompass, der es uns ermöglicht, abstrakte Ideen in greifbare Strukturen umzuwandeln. Jede Gleichung birgt eine Möglichkeit: die Möglichkeit, Vorstellungskraft in Realität zu verwandeln.

In diesem Sinne wird das Konstruktionswesen zu einer Reise von der Idee zur gebauten Form – dort, wo Kunst und Wissenschaft aufeinandertreffen. Ein Projekt beginnt oft mit einer Formel, endet aber mit einem Raum, den Menschen erleben und bewohnen. Unsere Aufgabe als Ingenieure ist es, der Zukunft durch präzises Denken, Intuition und die stille Kraft der Zahlen Gestalt zu verleihen.”

„Als ich das Unternehmen 2010 gründete, bestand die Idee darin, ein Ingenieurbüro aufzubauen, das auf methodischer Stringenz, Pragmatismus und einem tiefen Verständnis des Tragwerksverhaltens basiert. Von Anfang an konzentrierten wir uns auf Tragwerksplanung und Geotechnik und untersuchten sorgfältig die Wechselwirkung zwischen Baugrund und Bauwerk.

Eines der Schlüsselelemente, das unseren Ansatz geprägt hat, war das Value Engineering. Wir waren schon immer davon überzeugt, dass das Konstruktionswesen nicht nur technische Probleme lösen, sondern auch Ressourcen optimieren und effiziente, nachhaltige Lösungen schaffen sollte.

Im Laufe der Zeit konnten wir durch unsere Arbeit auf den Gebieten der Boden-Bauwerk-Wechselwirkung, der Vorspanntechniken und der Hängekonstruktionen fundiertes Fachwissen aufbauen und dieses bei immer anspruchsvolleren Projekten anwenden. Schritt für Schritt bildete diese Erfahrung die Grundlage für unseren guten Ruf und ermöglichte es uns, komplexere und vielfältigere Herausforderungen anzugehen.”
„Es gibt eine verborgene Energie, die jedes Bauwerk stützt. Man kann sie nicht direkt sehen, aber man spürt es daran, wie eine Brücke der Schwerkraft trotzt, wie ein Gebäude auf den Wind reagiert oder wie ein Bauwerk und der Boden darunter ein natürliches Gleichgewicht finden.

Als Ingenieure arbeiten wir genau in dieser subtilen Dimension, in der die Vorstellungskraft auf die physikalische Realität trifft. Wissen ist niemals statisch; es entwickelt sich weiter, passt sich an und antizipiert Veränderungen. Jedes Projekt bietet die Gelegenheit, die Solidität der Ingenieurtradition mit der Erforschung neuer Möglichkeiten zu verbinden.

Die Berechnung ist der rote Faden, der alles miteinander verbindet. Es ist der Moment, in dem der Gedanke zu Konstruktion und Festigkeit wird. Aber beim Konstruktionswesen geht es nie nur um Zahlen. Es geht darum, gegensätzliche Kräfte ins Gleichgewicht zu bringen und Harmonie zwischen Elementen zu finden, die auf den ersten Blick unvereinbar erscheinen mögen.”

Hinter jedem Bauwerk verbirgt sich eine stille Sprache aus Berechnungen, Zusammenhängen und Kräften, die man zwar nicht sehen, aber verstehen kann.
Oswald Holzner
Gründer

„Jedes Projekt beginnt mit einem Dialog. Das Konstruktionswesen kann nicht isoliert existieren; es ist das Ergebnis eines kontinuierlichen Austauschs mit Architekten, Bauunternehmen und Auftraggebern.
Im Rahmen dieses Dialogs suchen wir nach dem richtigen Gleichgewicht zwischen Ästhetik, Funktionalität und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit. Unser Ziel ist es stets, sicherzustellen, dass ein Projekt mit seinem Kontext, seinem Budget und seinem Zeitplan im Einklang steht und gleichzeitig die ursprüngliche architektonische Vision bewahrt wird.
Dank dieser Kooperationen konnten wir an einer Vielzahl unterschiedlicher Projekte arbeiten, von Infrastrukturen über Industriegebäude bis hin zu komplexen zivilen Bauwerken. Jede Erfahrung erweitert unseren Horizont und spornt uns an, neue Lösungen und Anwendungen für Werkstoffe und Gestaltungsmethoden zu entwickeln.”

„Die Technologie hat die Art und Weise, wie wir Bauwerke entwerfen und verstehen, grundlegend verändert. Heute integrieren wir BIM-Prozesse, Ökobilanzierung und parametrische 3D-Modellierung, um ein umfassendes Verständnis jedes einzelnen Projekts zu erlangen.
Mit diesen Werkzeugen können wir den Bauprozess eingehender analysieren, Zeit und Kosten optimieren und die Umweltauswirkungen bereits in den frühesten Planungsphasen bewerten. Technologie ersetzt das ingenieurtechnische Denken nicht, sondern stärkt unsere Fähigkeit, Lösungen zu erarbeiten und potenzielle Herausforderungen zu antizipieren.
„Für uns bedeutet Innovation nicht einfach nur, neue Software einzusetzen; es bedeutet vielmehr, diese Werkzeuge zu nutzen, um die Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit der von uns entwickelten Projekte zu verbessern.”

„Die wahre Stärke von HB liegt in den Menschen. Im Laufe der Jahre haben wir eine solide Organisationsstruktur aufgebaut. Sie wird von hochqualifizierten Fachkräften getragen, die die Leidenschaft für Innovation und das Streben nach Spitzenleistungen teilen.
Gleichzeitig haben wir stets versucht, ein starkes Zugehörigkeitsgefühl innerhalb des Unternehmens zu fördern. Alle Mitarbeitenden tragen zur Entwicklung unserer Projekte und zum Ausbau unseres gemeinsamen Wissens bei.
Das Ingenieurwesen wird oft als rein technischer Beruf wahrgenommen, ist in Wirklichkeit jedoch stark auf Zusammenarbeit ausgerichtet. Ideen entstehen im Dialog, durch den Austausch unterschiedlicher Sichtweisen und durch das gemeinsame Bestreben, etwas Bedeutungsvolles zu schaffen.
Für mich ist das der wahre Geist von HB: ein Ort, an dem Erfahrung und Innovation aufeinandertreffen, an dem Zahlen zu Konstruktionen werden und an dem Menschen gemeinsam daran arbeiten, sich vorzustellen und zu bauen, was noch nicht existiert.”